Symptom- und Begriffsaufstellungen
Symptome, die unser Körper zeigt, bringen oft vergesssene oder ausgestoßene Personen des Familiensystems zur Geltung. Auch frühere Ereignisse im Familiensystem, die noch zur Lösung drängen, können sich über Körpersymptome melden.
Zusätzlich zur ärztlichen Behandlung kann es deshalb hilfreich sein, auf diese tieferen Ursachen zu schauen. Wenn sich auf der Seelenebene Ruhe und Ordnung einstellen, wird der Heilungsprozess des Körpers und der Psyche unterstützt.
Symptome können zum Beispiel mit einer unterbrochenen Hinbewegung zu den Eltern zusammenhängen. Sie können auch einen Wunsch nach Sühne und Ausgleich im Familiensystem als Ursache haben. Die Dynamiken „Ich folge dir nach” und
„Lieber ich als du” wirken hier häufig.
So zeigt sich auch hinter Symptomen die Liebe, allerdings eine Liebe, die rückwärts gerichtet ist.
Entscheidend ist es, dass man den Punkt findet, an dem sich diese verborgene Liebe sammelt. Dies wird mit Hilfe einer Aufstellung oft möglich. Der Druck nach Ausgleich kann sich dann von einem Ausgleich im Schweren oder Schlimmen wandeln zu einem Ausgleich durch Gutes, durch Achtung und durch Liebe, die vorwärts gerichtet ist und so zum Leben führt.
Begriffe oder Dinge stehen auch oft für Personen und Ereignisse im Familiensystem.
So kann man beispielsweise beim Aufstellen eines Hauses, welches Probleme beim Bewohnen, beim Vermieten oder Verkauf bereitet, erkennen, wo dafür die Ursachen aus systemischer Sichtweise liegen.
Das Bewirtschaften eines Anwesens bzw. Bauernhofes oder das Führen eines Betriebes kann schwer werden, wenn die Erbfolge in Unordnung war oder schlimme Schicksale mit dem Hof, dem Betrieb in Verbindung stehen. Zum Beispiel wirkt das Thema der Zwangsarbeit auf Bauernhöfen, in Handwerksbetrieben oder Industriebetrieben während des Zweiten Weltkrieges sich auf den Betrieb und seinen nachfolgenden Besitzern mit ihren Familien aus.